Die Mitarbeiter des Institutes für Neuropathologie führen das gesamte diagnostische und methodische Spektrum der Neuropathologie durch. Dies umfasst Biopsate von Tumoren des zentralen und peripheren Nervensystems, der umgebenden Weichteile und des Knochens, Hirnbiopsien, Biopsate der Skelettmuskulatur und der peripheren Nerven, Liquor- und Dickdarmbiopsate (zur Untersuchung auf Innervationsstörungen). Darüber hinaus werden autoptische Untersuchungen von Gehirn und Rückenmark durchgeführt.
Für die Muskeldiagnostik wird natives (unfixiertes Gewebe) benötigt (2 x 1 x 1 cm großes Biopsat). Dieses Gewebe muss atraumatisch entnommen werden und sollte innerhalb weniger Stunden in einer feuchten Kammer (nicht in Flüssigkeit schwimmend!) und gegebenenfalls mit normalem Eis gekühlt (aber nicht gefroren!) übersandt werden. Ein streichholzdickes, 2 cm langes (ggfs. an einem Holzstäbchen fixiertes) Muskelstück sollte direkt in 3%iges Glutaraldehyd gegeben werden. Es muss bis spätestens 15.00 Uhr (Montag bis Freitag) in unserem Institut für Neuropathologie eintreffen. Für eine vorherige telefonische Anmeldung (0421/497-2560) wären wir dankbar.
Auch für die Darmdiagnostik benötigen wir natives, das heißt unfixiertes Gewebe, das innerhalb weniger Stunden in einer feuchten Kammer zu uns gesandt werden sollte. In Ausnahmefällen genügt ein Transport über Nacht.
Für die Untersuchung von Nervenbiopsien (in der Regel aus dem Nervus suralis) sollte ein etwa 4 cm langes Teilstück excidiert werden. Die Probe sollte dann mit einer Rasierklinge in der Mitte geteilt werden. Eine Hälfte sollte direkt in dreiprozentriges Glutaraldehyd gebracht werden. Der Rest des Nerven sollte in einer feuchten Kammer unfixiert eingesandt werden. Falls kein Nativ-Transport möglich ist, sollte der Nerv zur Hälfte in Formalin, zur anderen Hälfte in Glutaraldehyd (3% in Cacodylatpuffer) fixiert werden. Die Fixierung in Glutaraldehyd ist unerlässlich, da nur so eine adequate Beurteilung und elektronenmikroskopische Untersuchung möglich sind.
Nativer Liquor muss für die zytologische Untersuchung innerhalb einer Stunde nach der Punktion im Institut verarbeitet werden. Bitte verwenden Sie hierfür sterile Röhrchen! In Ausnahmefällen ist es bei bestimmten Fragestellungen (zum Beispiel Meningeosis carcinomatosa) möglich, die Liquorprobe 1:1 mit gepuffertem Formalin zu versetzen und per Post zu versenden.
Für Tumorproben ist natives Gewebe wünschenswert, aber nicht notwendig. Bei auswärtigen Zusendungen ist der Postversandt in Plastikgefäßen mit reichlich gepuffertem Formalin der übliche Weg. Für Schnellschnitte ist grundsätzlich natives Gewebe erforderlich.

Hautgefäß bei vererbtem Schlaganfall
Großhirnhymispähre bei vererbtem Schlaganfall