Behandlungsspektrum
Behandlungsspektrum der Intensivmedizin Station 3028
Die intensivmedizinsche Station des Krankenhause Bremen-Mitte
hat die Versorgung kritisch kranker Patienten zum Ziel. Dabei deckt
sie das folgende Leistungsspektrum ab:
- Versorgung kritisch kranker Patienten, die im Rahmen des
Notarztsystems stationär aufgenommen werden.
- Gesamte internistische Intensivmedizin bei Patienten mit
Erkrankungen des kardiovaskulären Systems, der Atemwege und
Lunge, der Nieren, des Gastrointestinaltraktes und der Leber, mit
endokrinologischen Erkrankungen, bei Patienten mit
hämatologischen und onkologischen Erkrankungen.
- Durchgeführt werden:
- Alle Beatmungsverfahren (invasiv / non-invasiv),
Notfallbronchoskopie
- Sämtliche Nierenersatzverfahren (intermittierend /
kontinuierlich)
- Plasmapherese, Hämoperfusion
- Hämodynamisches Monitoring (Pulmonaliskatheter /
PICCO)
- Behandlung von Rhythmusstörungen, Anlage externer
Schrittmacher
- Durchführung intravasaler Thrombolysen
- Übernahme von kritisch Kranken aus Kliniken des Hauses,
anderen Krankenhäusern Bremens und aus dem Umland mit den
Diagnosen:
- ANV
- respiratorisches Versagen / ARDS bzw. schwere
Pneumonie
- septischer Schock
- Myokardinfarkt, hypertensive Krise
- Linksherzdekompensation
- Lungenembolie
- gastrointestinale Blutung und Intoxikationen
Neben diesen Leistungen setzt die medizinische Intensivstation
folgende besondere Versorgungsschwerpunkte bei der Versorgung von
Patienten:
Besondere Versorgungsschwerpunkte
- Versorgung aller Patienten mit kardiovaskulären
Erkrankungen
- z.B. mit der Diagnose Akutes Koronarsyndrom bzw.
Myokardinfarkt (etwa 300 Patienten pro Jahr) sowie ca. 100
Linksherzkatheter pro Jahr (in Kooperation mit dem LDW)
- Versorgung von Patienten mit schweren Erkrankungen der
Atemwege / Lunge, wie infektexacerbierte COPD, schwerer ambulant
oder nosokomial erworbener Pneumonien oder von Patienten mit
schwerem Asthmaanfall. Des weiteren findet eine Anwendung
sämtlicher invasiver sowie non-invasiver Beatmungsformen
statt:
- Durchführung der Dilatationstracheotomie bei
langzeitbeatmeten Patienten
- Besondere Expertise beim Beatmungsweaning unter Einsatz
non-invasiver Beatmungsformen
- Differenziertes Konzept zur Therapie des Lungenversagens
(u.a. Lagerungstherapie)
- Versorgung von Patienten mit septischem Schock und der
resultierenden Organkomplikationen
- Versorgung kritisch kranker Patienten mit nephrologischen und
/ oder hämatologisch-onkologischen Erkrankungen
- Versorgung von Patienten mit schwerer oberer oder unterer
gastrointestinaler Blutung und von Patienten mit schweren
metabolischen Entgleisungen (z.B. bei Diabetes)
Weitere Leistungsangebote der medizinischen Intensivstation
sind:
- Versorgung von Patienten mit schweren gastrointestinalen
Blutungen, schwerer Pankreatitis oder Cholangitis in Kooperation
mit dem 24-Stunden Notfallendoskopiedienst des Hauses; Übernahme
aus anderen Krankenhäusern Bremens und Umgebung
- Versorgung von Patienten mit Nierenversagen in Kooperation
mit dem 24-Stunden Notfallnephrologie- bzw. Dialysedienst
- Versorgung von kritisch kranken Patienten nach
Nierentransplantation
- Versorgung von Patienten mit Leberversagen („acute on
chronic“ / „acute“)
- Versorgung kritisch kranker Patienten nach Schlaganfall (in
Kooperation mit der „Stroke
Unit“)
- Versorgung von Patienten mit Pneumothorax (Bülaudrainage) und
Versorgung von Patienten mit Pleuraergüssen u.ä.
(Thoraxdrainage)
- Postoperative Versorgung kritisch kranker Patienten bei
„führender“ internistischer Erkrankung
- Versorgung von Patienten mit zerebraler Blutung, die keiner
akuten neurochirurgischen Intervention zugeführt werden
können
- Anwendung von aktiviertem Protein C bei Patienten mit
schwerer Sepsis
- Kardioversion von Rhythmusstörungen bei stationären und
ambulanten Patienten
- Anpassung einer CPAP-Maske bei Patienten mit Schlafapnoe und
Betreuung von Patienten mit schwerer COPD, die von einer
non-invasiven Beatmung abhängig sind
Die medizinische Intensivstation dient als Zentrum zur Versorgung
von Lyell-Patienten (in Kooperation mit der Dermatologie) für
Nordwestdeutschland.