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PatientInneninfos

In der Endoskopieabteilung werden:

durchgeführt.

Ein weiteres Angebot ist die Durchführung von Funktionstesten wie der H2-Atemtesten zum Nachweis, bzw. Ausschluss von bakterieller Fehl-/Übersiedlung des Dünndarms, einer Lactose-/Fructoseintoleranz sowie Messung der Dünndarmpassagezeit. Etabliert ist auch ein C13-Atemtestgerät mit dem unter anderem eine Helicobacter pylori-(Hp) Infektion des Magens nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden kann.

Im Bereich der interventionellen bzw. operativen Endoskopie werden alle heute gängigen Eingriffe angeboten: Hierzu zählen z.B. die Behandlung von Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizensklerosierung, Gummibandligaturen sowie Histoacrylinjektionen in Fundus- und Ösophagusvarizen bei akuten Blutungen). Der Einsatz von selbstexpandierenden Stents und sogenannten Endoprothesen im Bereich des Ösophagus, der Gallenwege und bei Stenosen im oberen Dünndarm sowie im Colon sind ein weiterer Schwerpunkt der Abteilung.

Im Dickdarm werden Polypen mit der Diathermie-Schlinge abgetragen. Bei den nicht gestielten, flachen Polypen führen wir eine Mucosektomie (nach Unterspritzung) oder auch eine endoskopische Submukosa Resektion durch. Dies gilt auch für entsprechend geartete Polypen oder Veränderungen im Ösophagus bzw. an dem Mageneingang (Cardia).

Darüber hinaus werden Blutstillungen und palliative Behandlungen von tumorösen und entzündlichen Stenosen des Ösophagus, der Gallenwege, des Pankreas sowie des Enddarmes mit Laservaporisation und/oder Argonplasmakoagulation (APC) durchgeführt.

Bei den Steinen der Gallenwege (Choledocholithiasis) erfolgt nach Papillotomie eine endoskopische Steinextraktion, entweder mit Ballonkatheter, Dormia-Körbchen oder mit einem speziellen Steinzertrümmerer (Lithotripter). Bei großen, nicht extrahierbaren Steinen wird nach Rücksprache mit Viszeralchirugie und in Kooperation mit der Urologischen Klinik unseres Klinikums eine extrakorporale Stoßwellentripsie (ESWL) durchgeführt. So kann auch bei Risikopatienten ohne Operation eine Steinfreiheit des Gallenganges erreicht werden.

Für den Fall, dass eine orale Nahrungsaufnahme vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr möglich ist, führen wir eine perkutane endoskopisch kontrollierte Gastrostomie (PEG) zur enteralen Ernährung durch.

Unsere Klinik verfügt als einzige im Bremer Raum über einen 24stündigen speziellen Endoskopiebereitschaftsdienst, so dass jederzeit alle auftretenden Notfälle auf hohem Niveau versorgt werden können. Ferner steht für besonders schwere Krankheitsverläufe auch eine spezielle internistische Intensivstation zur Verfügung.

Im diagnostischen Spektrum zur Abklärung von Leber-, Pankreas- und Schilddrüsenerkrankungen sowie zur Beurteilung von Raumforderungen hat die ultraschallgesteuerte perkutane Punktion zur Gewinnung einer Gewebeprobe (Histologie oder Zytologie) ihren festen Platz. Oft kann nur dadurch eine zuverlässige Diagnose gestellt werden. In der Hepatologie spielt neben der Diagnostik auch die Therapieentscheidung zur Interferon-Behandlung bei chronischer Hepatitis B oder C eine Rolle.

Patientinnen und Patienten mit chronischen Leberkrankheiten im Stadium der Leberzirrhose werden in enger Kooperation mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten betreut, um den Zeitpunkt für eine mögliche Lebertransplantation richtig zu wählen. Falls Bauchwasser (Aszites) oder auch Blutungen im Rahmen einer Leberzirrhose nicht medikamentös ausreichend behandelt werden können, können wir Patienten mit Hilfe eines Röhrchen in der Leber (minimalinvasiven Methode-ohne Operation, Transjugulärer-intrahepatischer-portosytemischer-Shunt, TIPSS) in vielen Fällen erfolgreich behandeln.

Alle notwendigen Untersuchungen vor der Lebertransplantation können in Abstimmung mit dem Transplantations-Zentrum in unserem Krankenhaus durchgeführt werden.

Zur Therapie von Lebertumoren steht neben der sonografisch gesteuerten Alkoholinstallation (PEI) auch die Radiofrequenzablation (RFA) zur Verfügung. Für Tumoren in der Leber haben wir in Kooperation mit der Nuklearmedizin und der interventionellen Radiologie die selektive, intraarterielle Radiotherapie (SIRT) etabliert. Damit stehen verschiedene Arten der lokalen Tumortherapie zur Verfügung um jeweils die individuell beste Methode anzuwenden.

Als weitere Schwerpunkte in der Arbeit der Klinik für Innere Medizin II haben sich die Endokrinologie und Ernährungsmedizin etabliert. Hierzu gehören die Diagnostik und die Therapie von endokrinen Störungen der Hypophyse, Schilddrüse, Nebennieren und Gonaden sowie Störungen des Knochenstoffwechsels. Tumoren der Hypophyse oder der Nebenniere werden in Zusammenarbeit mit der Neurochirugie und der Viszeralchirugie behandelt.

Die Gastroenterologische Tagesklinik (GET) als teilstationäre Einrichtung wendet sich an Patieninnen und Patienten, deren Erkrankungen keine vollstationäre Behandlung erfordern, die gehfähig sind und nicht zu weit entfernt wohnen, gleichzeitig aber auf die Sicherheit, die eine Klinik der Maximalversorgung bietet, nicht verzichten wollen.
Nach Absprache mit ihrem betreuenden Arzt werden hier chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Erkrankungen der Gallenwege, hormonelle Krankheiten sowie Patientinnen und Patienten mit Tumoren des Magen-Darm-Traktes, der Bauchspeicheldrüse und der Leber behandelt. Aber auch strukturierte Diabetikerschulungen (Typ 1 und 2) unter alltagsähnlichen Bedingungen werden durchgeführt.

Dafür stehen uns speziell ausgestattete Unterrichtsräume und ein Büfett-Raum zur Verfügung. Das Schulungsteam besteht aus ErnährungswissenschaftlerInnen, Diabetesberaterin, Physiotherapeutin, Psychologin, Pflegepersonal und Ärztinnen und Ärzten (Zusatzbezeichnung Diabetologie DDG). Das multiprofessionelle Team wird demnächst auch Patientinnen und Patienten betreuen, die ein TPZ-Selbstkontrolle zur Steuerung der Antikoagulatien-Therapie erlernen wollen. Die Klinik ist Stufe II zertifiziert nach BVKD.

Außerdem werden in regelmäßigen Abständen an Wochenenden Schulungen für Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) durchgeführt. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Betroffenen mehr Wissen über ihre Erkrankung zu vermitteln, um sie bei der Krankheitsbewältigung zu unterstützen. Die Abklärung psychosomatischer Fragestellungen sowie notwendige psychologisch-psychotherapeutische Interventionen (psychologische Beratung / Krisenintervention usw.) erfolgt durch die Mitarbeiterinnen unseres Zentralen Psychologischen Dienstes, mit denen die Klinik für Innere Medizin II eng zusammen arbeitet.

Zur Medizinischen Klinik II gehören auch die Physiotherapie und die Badeabteilung mit der Möglichkeit der Frührehabilitation nach schweren Erkrankungen. Während der stationären Behandlung ist die Physiotherapie ein wichtiger Bestandteil, damit die Patienten frühzeitig wieder zu Kräften kommen.

Somit verfügt die Klinik für Innere Medizin II über ein breites Angebot an technischen Leistungen in Verbindung mit einem ganzheitlich orientierten Betreuungsangebot teil- und vollstationärer Möglichkeiten.

Bei Ihnen ist eine ambulante Behandlung mit einer endoskopischen Untersuchung oder einer Gewebeentnahme aus der Leber (Leberbiopsie) geplant. Die Indikationsstellung hierfür erfolgt üblicherweise durch Ihren betreuenden Hausarzt oder Facharzt oder in einer unserer ambulanten Sprechstunde. Folgende Informationen sollen Ihnen und Ihrem Hausarzt eine Übersicht über den geplanten Behandlungsablauf in unserem Klinikum geben.

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