Logo Klinikum Bremen-Mitte
 

Geschichte

Von der Krankenanstalt zum Gesundheitszentrum

Am 8. Dezember 1848 beschloss die Bremer Bürgerschaft den Bau eines Krankenhauses „fernab der Stadt“. Der Baumeister Alexander Schröder entwarf daraufhin mit Unterstützung des Arztes Dr. Daniel Meyer die Pläne für die neue städtische Krankenanstalt.

Gebaut wurde zunächst ein dreistöckiges Hauptgebäude entlang der heutigen St.-Jürgen-Straße mit 270 Betten, ein Irrenhaus mit 62 Betten, ein Absonderungshaus (Pockenhaus) mit 29 Betten, ein Wohnhaus für die Direktoren sowie ein Waschhaus und Stallungen. Im Haupthaus gab es einen chirurgischen und einen internistischen Bereich, eine „geburtshülfliche Abtheilung“ und einen Bereich für Ausschlagkrankheiten. Die offizielle Einweihung fand am 10. August 1851 statt. Für die Beheizung der Zimmer sorgten seinerzeit eiserne Öfen, als Beleuchtung dienten Petroleum gespeiste Hängelampen.

Klinik 1851

Die Krankenanstalt im Jahre 1851

Zu erkennen der Graben um das Gelände und die Ausrichtung des Gebäudes auf die Humboldtstraße.

Mit dem Anstieg der Bevölkerungszahl in Bremen wuchs in den Folgejahren die städtische Krankenanstalt weiter. 1870 kamen eine Lazarettbaracke, später eine separate chirurgische Klinik, neue Stallgebäude, eine Pathologie mit Kapelle, ein Isolierhaus, ein Luftkurhaus für Tbc-Kranke sowie einige andere Gebäude hinzu. Für das baulich erweiterte Irrenhaus hatte man noch zwei zusätzliche Außenhäuser errichtet, dennoch wurde die Irrenanstalt 1904 aufs Land nach Ellen (heutiges Klinikum Bremen-Ost) verlegt. Aus der hiesigen Irrenanstalt wurden eine Frauen- und eine Augenklinik.

Chirugie 1902

Das neue chirugische Krankenhaus

mit Zugang von der St.-Jürgen-Straße.
Vor dem Gebäude ist ein Krankenwagen zu sehen. Aufgenommen vor 1902.

Im Laufe der Jahre kamen ein Scharlachhaus, ein Rekonvaleszentenhaus, Isolierhäuser, eine Klinik für Hautkrankheiten, ein Delirium tremens Haus für Alkoholabhängige und mehrere Kinderstationen hinzu.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde eine medizinische Klinik gebaut, ein Fernheizwerk, eine Zentralküche und die Kinderklinik. Ein weiterer Bauboom erfolgte nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges. So entstanden ein Schwesternhaus, ein Personalwohnheim, ein Schülerinnenwohnheim mit Schultrakt, eine neue HNO, eine Kinderchirurgie, ein Hygieneinstitut, Apotheke und Blutbank, ein Zentralröntgeninstitut und eine neue Frauenklinik sowie neue intensivmedizinische Bereiche für die Innere Medizin und später für die Fachbereiche im chirurgischen Zentralgebäude sowie in der Kinderklinik.

Kinderklinik 1932

Frische Luft für die Kinder

der Kinderklinik / Isolierhaus II.
Aufgenommen im Winter ´31/´32

Die Keimzelle des Krankenhauses, das Haupthaus von 1851, in Bremen die „alte HNO“ genannt, ist gut erhalten und steht unter Denkmalschutz. Heute befinden sich darin die Cafeteria und ein integriertes Bildungszentrum.

Zentralküche 1933

Arbeit in der Zentralküche

Dieses Bild wurde um ca. 1933
aufgenommen .

Das Klinikum Bremen-Mitte ist nach wie vor nicht nur das größte und älteste in Bremen, es zählt auch zu den größten Allgemeinkrankenhäusern in der Bundesrepublik. Mittlerweile ist es ein Gesundheitszentrum, das in 18 Fachkliniken und sieben angeschlossenen Instituten vielfältige stationäre, teilstationäre, tagesklinische oder ambulante Versorgungsangebote sowie zahlreiche Serviceleitungen bereit hält.

Röntgenklinik 1942

1942 - Imposante Technik

Untersuchungraum der Röntgen- und Strahlenklinik.

Übrigens: Falls Sie sich für unsere Geschichte interessieren, können Sie Ihr Wissen durch zwei Bücher vertiefen. Anlässlich unseres 150jährigen Bestehens im Jahre 2001 wurde das Buch „Georgs Spital – Eine Geschichte des Zentralkrankenhauses St-Jürgen-Straße“ von Gerald Sammet zum sowie die Schrift „Vom Hospital zum Gesundheitszentrum“ von unserem Mitarbeiter Gerd Dammann herausgegeben.

Beide Bücher sind zum Preis von 20,00 Euro (Sammet) bzw. 10,00 Euro (Dammann) über die kaufmännische Geschäftsführung Tel. 497 52 08 oder über E-Mail an Frau Doris Boehncke zu beziehen.