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15.07.2010

Norwegisches Mädchen in Bremen operiert

Ärzte aus den Klinika Bremen-Mitte und Bremen-Ost helfen neunjähriger Tumorpatientin

„Desiree möchte gern allen Menschen in Deutschland danken, die ihr geholfen haben“, sagt Hilde Langelandsvik, nun wieder lächelnd. Viele Stunden hatte die Norwegerin um das Leben ihrer neunjährigen Tochter gebangt und vor wenigen Wochen im Bremer Klinikum Mitte endlich Hilfe gefunden. Ein Tumor hatte die Luftröhre des Mädchens stark eingeengt und die Atmung massiv beschwert.

 

Den Tumor hatten norwegische Ärzte mit dem Laser abgetragen, die operative Entfernung erfolgte nun in Bremen. Zwei Ärzte aus dem kommunalen Klinikverbund Gesundheit Nord operierten gemeinsam: Prof. Dr. Christian Lorenz, Direktor der Klinik für Kinderchirurgie und Kinderurologie am Klinikum Bremen-Mitte, und Dr. Albert Linder, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Klinikum Bremen-Ost , sind spezialisiert auf Eingriffe diesen Typs. Zweieinhalb Stunden dauerte der Eingriff ingesamt.

„Häufig werden die Symptome einer tumorbedingten Luftröhrenverengung mit denen von Asthmatikern verwechselt“, sagt Albert Linder. Ein Tumor in der Luftröhre ist gerade bei Kindern äußerst selten und kommt in Norwegen, bezogen auf die Einwohneranzahl, maximal zweimal im Jahr vor - wenn überhaupt, so der Chefarzt vom Klinikum Bremen-Ost.

 

Der Tumor lag bei Desiree vier bis fünf Zentimeter unterhalb der Stimmbänder. Von der ungefähr neun Zentimeter langen Luftröhre entfernten Lorenz und Linder drei Zentimeter. Die beiden Enden wurden anschließend wieder miteinander verbunden. Da der Tumor aus gesundem Gewebe entfernt wurde, gehen die beiden Bremer Ärzte von einer Heilung aus, sagt Kinderchirurg Prof. Lorenz.

 

Desiree zeigte sich wenige Tage nach der Operation schon wieder obenauf und konnte die Rückreise nach Sveio, einem 5000 Einwohner-Städtchen, kaum erwarten. Dort haben nun wie in Norddeutschland auch die Sommerferien begonnen, die das Schulmädchen nicht versäumen will.

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